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Adam Scharrer

Adam Scharrer

Adam Scharrer


1889 - 1948


Der umfangreiche Nachlass wird auf Anfrage gezeigt. 


Am 13. Juli 1889 wurde im Hirtenhaus in Kleinschwarzenlohe der Arbeiterschriftsteller Adam Scharrer geboren. Er war der älteste von siebzehn Geschwistern und musste bereits ab dem fünften Lebensjahr Gänsehüten.

Die Hirtenfamilie siedelte 1894 nach Speikern um. Die Kindheit und Jugend des Hirtenjungen waren geprägt von kargem Essen, harter Arbeit und Schlägen im Elternhaus und in der Schule.

Diese Erlebnisse hat Scharrer später in Erzählungen und Romanen niedergeschrieben („Aus der Art geschlagen“, „In jungen Jahren“, „der Hirt von Rauhweiler“, „Maulwürfe“).

Scharrer Gebäude


Nach einer Schlosserlehre in Lauf ging er auf eine lange Wanderschaft durch ganz Deutschland. Im ersten Weltkrieg war er nach vergeblichen Fluchten Infanterist und arbeitete in der Rüstungsindustrie. Sein Roman „Vaterlandslose Gesellen“, der 1929 erschien, schildert die Gräuel des Krieges. Von den Nazis wurde der Autor 1933 steckbrieflich gesucht. Er floh über Prag in die damalige Sowjetunion und kehrte erst 1945 wieder nach Deutschland zurück. Schwerin wurde nun seine neue Heimat. Dort verstarb er am 2. März 1948.


Scharrer Zimmer

In einer Ausstellung wird das Leben Adam Scharrers durch Fotos, Bücher, Dokumente, Texttafeln, Requisiten gut nachvollziehbar dargestellt.

Geschichte ist hier „von unten“ erlebbar: das bäuerliche Leben in einem mittelfränkischen Dorf um 1900, die Schrecken des Krieges, die politischen Wirren in der Weimarer Republik, der aufkommende und herrschende Nationalsozialismus und das Emigrantendasein in der UdSSR.

Scharrer schreibt von „schmerzlichster Einsamkeit und lodernder Sehnsucht nach der Heimat“.

Letzte Änderung: 12.06.2017 09:39 Uhr